Angst essen Seele auf

Bei ­­Unsicherheit, zu hoher Geschwindigkeit oder negativer Belastung, entscheiden wir erfahrungsbasiert intuitiv und in alten unbewussten „Überlebensmustern“.

­Die heutige Herausforderung lässt uns in noch grösserer Unsicherheit leben. Die Geschwindigkeit wurde zwar von Vollgas auf eine Fahrt mit angezogener Handbremse gedrosselt, was aber wiederum verunsichert und uns noch mehr belastet. Und das macht Angst.

Angst ist der Gegenspieler des Mutes. Sowohl Angst als auch Mut haben eine zentrale Funktion in unserem Leben. Die Angst soll dich davor schützen, dich in Lebensgefahr zu begeben. Glücklicherweise sind nur wenige Dinge in unserem Leben wirklich lebensgefährlich.

Deshalb lohnt es, sich seiner Angst zu stellen, um sie in Mut zu verwandeln. Denn nur der Mut erlaubt dir, deinen Horizont permanent zu erweitern und klar zu sehen. Und nur wer mutige Schritte wagt, kann Neuland betreten.

Gemäss der Neurowissenschaft wissen wir heute, dass der Mensch zuerst intuitiv entscheidet und das Hirn sich erst verzögert dazu schaltet. Also – wenn nur 5 Prozent! über den Verstand laufen, sollten wir uns dringendst mit den anderen 95 Prozent «Unbewusstem» auseinander setzen.

Auch die Angst nistet im „Unbewussten“. Nimm sie ernst, drücke sie nicht weg (ich kann dir versichern, sie kommt wieder) stelle dich ihr und lasse dich davon nicht auffressen. Hab Mut und verhalte dich antizyklisch. Das gilt in der Persönlichkeits- wie auch für die Unternehmensentwicklung, liebe Leserin / lieber Leser.

Übrigens ist der Titel „Angst essen Seele auf“ ein Film von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974. Sehr sehenswert.

Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle

Es war einmal eine Frau, die gerade im Wald vor sich hin spazierte, als ihr ein kleiner Waldgeist begegnete. „Uii,“ rief der Waldgeist, „ich merke, dass du mich sehen kannst. Dafür hast du jetzt einen Wunsch frei.“ „Hmm“, sagte die Wanderin, „mir fällt leider auf die Schnelle nur ein, dass ich schon immer einmal wissen wollte, was der Unterschied zwischen Himmel und Hölle ist“.

Puff! machte es, und der kleine Waldgeist nahm die Frau an der Hand und führte sie zu einem Holzhaus, das aus dem Nichts vor ihnen aufgetaucht war. Sie betraten es und gingen durch die erste Zimmertür.

Dort bot sich eine seltsame Szene: Um einen riesigen runden Tisch herum saßen viele Menschen, die versuchten, ein wunderbares Mahl zu essen, das genau in der Mitte des Tischs aufgestellt war. Das war aber unmöglich, denn das lange Besteck, mit dem sie die weit entfernten Schalen zu erreichen versuchten, war fest mit ihren Händen verbunden. Sie konnten sich das Essen nicht zum Mund führen und wirkten völlig verzweifelt, als ob sie kurz vor dem Verhungern wären.

„Das ist die Hölle“, sagte der Waldgeist. Und nahm die Frau bei der Hand und führte sie ins Zimmer nebenan.

Und siehe da, die genau identische Szenerie tat sich vor den Augen der Wanderin auf: Ein riesiger runder Tisch, Menschen, die zu essen versuchten, aus meterweit entfernten Schalen Köstlichkeiten in der Mitte des Tischs. Nur die allgemeine Atmosphäre war eine andere: Die Leute waren fröhlich, lachten und erzählten sich Geschichten – und fütterten sich mühelos gegenseitig. „Das ist der Himmel“, sagte der kleine Waldgeist. (aus Paungger-Poppe)

Systemische UnternehMENSCHentwicklung

Setzt du dich mit deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einen Tisch (oder im Moment in einen virtuellen Raum) und füttert ihr euch gegenseitig?

Oder gibst du immer noch vor, wie und wann sie ihre Arbeit zu tun haben, ohne zu berücksichtigen, dass das Besteck vielleicht zu lang oder zu klein oder zu unpraktisch ist? Oder gibt dir einer von oben, der Markt oder die Wirtschaft vor, wie du dich zu verhalten hast?

Gibst du deinen Mitarbeitenden die Plattform, damit sie sich zu ihrem Grossartigsten entwickeln können? Übernimmst du die volle Verantwortung für dein Tun und Handeln? Ich meine wirklich die volle Verantwortung oder sind manchmal die Umstände oder andere Menschen an etwas „Schuld“?

Führung ist die wichtigste Aufgabe! Sorry, vergiss mal die Sachaufgaben. Du hast eine Führungsposition, damit du Menschen begeistern und sie dorthin bringen kannst, wo sie am besten spielen können – nämlich auf der höchsten Exzellenz-Ebene!

Nimm dir die meiste Zeit für deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sei ihnen ein Zulieferer, stelle dich in ihre Dienste. Erst zweite Prio spielen die Kunden und als 3. Prio das Management. SEI VORBILD. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Recht auf volle Aufmerksamkeit. Führe mit Leidenschaft, Empathie und Sozialkompetenz. Mit dem Prinzip der Menschlichkeit anstatt mit Macht und Gier. Heute sollten Führungsverantwortliche Mit-Menschliche Entscheide treffen.

Hohe Ansprüche, nicht wahr? Und wie geht das? Schau auf dieses fragile Zusammenspiel und erkenne das System dahinter. Jede und jeder von uns ist in verschiedene Systeme eingebunden. Sei es im Arbeitssystem, im Familien- und/oder Beziehungssystem. Zu allen Systemen gibt es eine Schnittmenge. Und das macht den Menschen als Ganzes aus. Nur – du bekommst als Chefin oder Vorgesetzter einen ganzen Mitarbeiter, der mit all seinen Schnittmengen zur Arbeit kommt, bewusst oder eben meist unbewusst.

In der heutigen Zeit mit Homeoffice oder in Gesundheitsberufen direkt am Patienten, hat das Familien- oder Beziehungssystem sogar noch einen viel stärkeren Einfluss auf das Arbeitssystem. Da kommen u.U. verstärkte Ängste und Befürchtungen hinzu, die mit der Arbeit möglicherweise nichts zu tun haben. Damit als Chef oder Führungsfrau umzugehen und „hinter den Vorhang“ zu sehen, um zu verstehen – darum geht es bei der UnternehMENSCHentwicklung. Ich unterstütze dich dabei, diesen versteckten Energieräubern auf die Spur zu kommen, Blockaden abzubauen, dich und dein Team zu stärken. Dazu benötigt es keinen Teamevent, da arbeitest nur Du, Chef.

Dadurch erhältst du mehr Zeit für Innovation (weil dein Kopf frei wird), mehr Energie, es kräftigt deine Gesundheit (Stressabbau), mehr Spass am Führen und noch bessere Performance. Und die Mitarbeitenden fühlen sich besser verstanden, haben mehr Freude an ihrem Einsatz für die Firma, sind weniger krank und haben weniger Stress. Das kannst du alles erreichen mit Systemischer UnternehMENSCHentwicklung.

­ Wenn du, liebe Leserin, lieber Leser, in deiner Rolle als Unternehmerin, Teamleiter oder auch Projektleiterin bereit bist, dich unterstützen zu lassen und dich für eine neue Perspektive auch einmal auf den Kopf zu stellen: Ich biete Lösungen zum Erkennen und Anwenden der systemischen Grundprinzipien. In Zeiten von physischer Distanzwahrung kann ich dir auch Online-Gespräche anbieten.

Und natürlich fliessen dabei immer auch meine langjährigen Führungserfahrungen, mein strategisches Denken, die organisatorischen Fähigkeiten, mein Wissen im Personalmanagement, Erfahrungen in Geschäftsleitungen und Mitglied im Krisenstab mit ein.

Willst du Symptom-Bekämpfung oder endlich Ursachen-Klärung?

Fühlst du dich im Moment eingeschränkt, blockiert, hast du ein mulmiges Gefühl, was die Zukunft bringen mag? Dann ist es Zeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und das Gute und Schöne in der Situation zu entdecken und sehen zu können.

Du kannst dir das nicht vorstellen? Du kannst dich jederzeit und immer wieder entscheiden, ob du Opfer oder Kreator sein willst. Triggert dich dieser Gedanke? Dann sprich mit mir darüber.

Mal ganz ehrlich: Handelst und entscheidest du jederzeit als erwachsener Mensch oder sind es nicht auch immer wieder Verhalten deines inneren, verletzten Kindes? Das soll keine Beschuldigung sein, es geht um sich bewusst werden. Einfach wahrnehmen und dann zulassen, daran arbeiten.

Ich kenne diesen Weg nur zu gut, bin ihn selbst gegangen. Eine faszinierende Reise steht dir bevor. Bist du neugierig, aber auch etwas ängstlich? Wenn du nur bereits vorher wüstest, wo die Reise hingeht, meinst du, ginge es dir besser?

Dann nimm doch eine Reiseführerin, die dich begleitet, die dir die fremde Kultur erklärt, dir Informationen über die Gepflogenheiten gibt, dir auch sagen kann, was du  auf diese Reise mitnehmen sollst und was du getrost aus dem Koffer wieder auspacken kannst, weil es dir nichts mehr nützt.

In Zeiten, wo Einschränkungen im Aussen passieren, ist eine innere Reise bei mir buchbar. Erfahre dich über deine Grenzen hinaus, du bist mehr als Körper und Verstand. Und in der Persönlichkeitsentwicklung darfst du noch Grenzen überschreiten und eine neue Welt entdecken.

Lebensweisheit

Ein Fischer – irgendwo am Meer – fährt jeden Tag mit seinem kleinen Fischerboot raus, fängt zwei Fische und kehrt am Mittag wieder zurück zu seiner Familie. Gemeinsam grillieren sie die Fische am Strand und verbringen anschliessend die Zeit miteinander.

Irgendwann kommt ein Manager vorbei und macht im Dorf des Fischers Ferien. Er beobachtet den Fischer für ein paar Tage und wundert sich, warum der Fischer immer nur mit zwei Fischen wieder zurück kommt.

Ganz der Unternehmer, der er ist, geht er irgendwann zum Fischer und fragt diesen, warum er immer nur zwei Fische fange und ob da draussen denn nicht mehr zu angeln wären.

Selbstverständlich gäbe es mehr Fische, antwortete der Fischer, aber die zwei Fische, die er täglich fange, genug seien für ihn und seine Familie.

Daraufhin schlägt der Unternehmer folgendes vor: „Du könntest doch trotzdem mehr Fische fangen und die übrigen verkaufen?“

Der Fischer fragt zurück, was er davon hätte, woraufhin der Unternehmer sagt: „Dann kannst du mit dem Verkauf der übrigen Fische zusätzlich Geld verdienen.“

Der Fischer fragt wieder: „Und was mache ich dann mit dem zusätzlichen Geld?“ – „Du kannst dein Geschäft vergrössern und Mitarbeiter anstellen!“

Erneut wundert sich der Fischer und fragt: „Und was mache ich dann mit den Mitarbeitern?“
„Naja, mit mehr Mitarbeitern kannst du dann noch mehr Fische fangen und diese verkaufen und damit noch mehr Geld verdienen“, antwortet der Manager.

Aber auch hier erkennt der Fischer den Wert noch nicht und fragt wieder: „Und dann?“
„Dann hast du vielleicht irgendwann eine eigene Fabrik, ein wirklich grosses Unternehmen, und kannst sehr viel mehr verkaufen und verdienen!“, erwidert der Manager.

„Und was habe ich davon?“ fragt der Fischer wieder. „Tja, irgendwann, dann verdienst du vielleicht so viel Geld, dass du gar nicht mehr arbeiten musst!!! Das wäre doch toll!“, ruft der Manager begeistert aus.

„Und wenn ich dann nicht mehr arbeiten muss, kann ich dann machen, was ich will?“
Hocherfreut, dass der Fischer nun scheinbar verstanden hatte, antwortet der Manager: „Ja, absolut! Du musst nicht mehr arbeiten und kannst tun und lassen, was du willst!“

„Kann ich dann jeden Tag mit meinem Boot rausfahren? Zwei Fische für mich und meine Familie fangen? Diese zum Mittagessen grillieren? Und den Nachmittag dann mit meiner Frau und den Kindern am Strand verbringen und die Zeit geniessen?“ „Ja, all das kannst du dann tun!“ bestätigt der Manager.

Nachdenklich schaut der Fischer ihn an… und antwortet schliesslich: „Aber genau das mache ich doch jetzt schon jeden Tag!“

Zum Schluss noch dies…

Ich danke dir von ganzem Herzen, liebe Interessentin, lieber Interessent, dass du bis zum Schluss gelesen hast. Ich wünsche mir, dass du etwas für dich herausnehmen konntest. Und ich hoffe, dass es dich beim einen oder anderen Wort auch etwas aus der Reserve lockt.

Und wenn du Unterstützung von mir haben möchtest, dann melde dich zu einem kostenlosen Klarheitsgespräch. Ich bin für dich da. Gerade auch in diesen herausfordernden Zeiten. Ich arbeite mit dir auch online. Easy.

Melde dich frühzeitig und lass dich nicht von der Angst steuern. Wir können den Wandel nicht aufhalten, aber wir können bestimmen, wie wir selbst damit umgehen.

 

Herzlichst
Annette Christine Seiffert

ps: Wenn DU etwas für mich tun willst: erzähle von mir. Oder sende diesen Newsletter weiter. Oder gib meine Webseite weiter: www.ascos.ch. Du findest den Newsletter auch als Blogeintrag auf meiner Webseite.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare